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Julia & die Nelkenrevolution

Beitragvon Jet Rink » Fr 21. Jun 2019, 13:31  


Plot


1. Exposition
Julia, eine junge Frau aus Plainwell Michigan reist nach ihrem Collegeabschluß durch Europa. Aktuell befindet sie sich in Lissabon und bewirbt sich in einer Metallverarbeitenden Firma, die jemanden mit Englischkenntnissen für Telefondienst mit anderen Ländern, vorrangig UK und USA suchen. Der Chef Robert da Silva vergisst, dass er einen Termin mit ihr hat. Darüber ist sie zuerst sauer, aber sie bekommt den Job und er fährt sie anschließen als Wiedergutmachung zu einem Cafe, zu dem sie wollte. Er beobachte sie dort, wie sie durch den Laden geht, alle sich nach ihr umdrehen und sie einem jungen Mann, ihrem derzeitigen Freund João, in die Arme fällt.


2. Auf einer großen Party, die João´s Eltern geben, ist auch da Slva eingeladen. João´s Vater war mit dessen Vater befreundet, der früh verstorben ist. João´s Vater hält seinen Sohn für einen Versager, da er nicht seine Azuleja Firma übernommen hat und er sie deshalb verkaufen musste. Er João den Sohn seines Freundes, Robert da Silva als einen erfolgreichen Wunschsohn vor. João erkennt auf dieser Party, dass Julia da Silva kennt. Das sie genau dort den Job hat. Er versucht cool zu bleiben, wird aber eifersüchtig. João treibt nach einigem Hin und Her durch seine Eifersucht Julia in die Arme da Silvas.


3. Julia genießt ihr Leben mit da Silva, trifft sich aber auch zwischendurch immer wieder mit João. Mit da Silva unternimmt sie viel. Sie fliegen z.B. nach Paris ans Grab von Jim Morrison,
und so etwas… Da Silva merkt, dass sie traurig ist und den andern vermisst. Die Beziehung ist von der liberalen sexuellen Freiheit der 60er geprägt. Da Silva lässt sich darauf ein, aber João schafft es immer weniger mit dieser Freizügigkeit um zugehen.


4. Sie beginnen nun viel zu Dritt zusammen zu unternehmen. Dann kommt die Nach der Revolution. Danach feiern sie zusammen und, damit da Silva sich auch Modern zeigt initiiert er einen „Partnertausch“ in seinem Haus. Da Silva dreht durch und schlägt alles kurz und klein, da er es nicht aushalten kann. Keiner hat ihm, der sich sonst immer cool gezeigt hat, so viel Emotionen zugetraut.


5. Am anderen Tag ist Julia verschwunden. Zuerst machen die Männer sich gegenseitig Vorwürfe, doch dann finden sie sich mit der Situation ab. Es beginnt ein Leben ohne Julia. Beide lernen sich gegenseitig schätzen und mögen. Bis eines Tages Julia wieder auftaucht.




Zentrales Thema:


Julia, probiert sich und ihre Wirkung auf Männer aus, erlebt wie sich dabei ihr Selbstbewusstsein verbessert. Sie will sich nicht binden sondern nur Europa kennen lernen. Das hat gut funktioniert als sie durch England, Deutschland und die Niederlande gereist ist. Bis sie in Portugal einem jungen Revolutionär verfallen ist. Dort lernt sie auch einen etwas älteren Mann kennen, bei dem sie sich geborgen fühlt und der ihr Sicherheit gibt. Die Eifersucht des jungen Mannes treibt sie in die Arme des Älteren. Der möchte sie aber auf jeden Fall glücklich sehen und sucht den gemeinsamen Kontakt auch zu seinem Konkurrenten. Nach viel Hin und Her und einem Gewalt Ausbruch des Jüngeren, den alle für so cool gehalten hatten, dass man ihn so etwas nicht zugetraut hätte, verlässt sie beide, da sie sich nicht für einen entscheiden kann. Nun tasten die beiden sich aneinander heran und unterstützen sich gegenseitig. Da sie für beide verloren scheint. Doch wie im Märchen taucht sie wieder auf, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch mit beiden zusammen geht. Obwohl die entstandene Freundschaft zwischen den Männern diese Möglichkeit vermuten lässt, bleibt das aber offen und der Phantasie des Lesers überlassen.




Frage:


In der beginnenden sexuellen Freiheit der 60er Jahre schafft es Julia ein neues Beziehungskonzept zu leben oder wird sie sich für einen der beiden entscheiden?


(Die Geschichte soll sich vor der Nelkenrevolution in Portugal abspielen und zwischen den Figuren sollen die Themen der 60er und beginnenden 70er Jahre eine Rolle spielen: Musik: Doors, Led Zeppelin, John Mayall, Carly Simon etc. Eric Berne TA, A.S. Neill Summerhill, Woodstock, Vietnam , Watergate, Leary und LSD, Hippiezeit, die sexuelle Revolution, etc.)
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Re: Julia & die Nelkenrevolution

Beitragvon Bettina » Fr 21. Jun 2019, 18:31  

Hallo, Achim!
Deine Gesschichte hat einen Plot, der viele Richtungen zulässt: Drama, Erotik, Psycho - und das vor einem historischen Hintergrund, der die Menschen dieser Zeit sehr geprägt hat. Also spannend und vielschichtig. Ich freu mich drauf!
Für mich gibts eine Unklarheit: Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist Da Silva der ältere der beiden Männer, nicht wahr? Da Silva lädt also zu seiner Partnertauschparty ein. Warum flippt ER dann aus? In deinem Text zum zentralen Thema schreibst du von einem Gewaltausbruch des Jüngeren. Wer denn nun? 
Julia verschwindet dann. Einfach so? Gibt es da keine Verdächtigungen? Oder sagt sie doch jemandem etwas, damit man eben nicht von einem Mord ausgeht?
Und während sie verschwunden ist, erfahren wir nur was über die Freundschaft der Männer? Oder gibt es in der Zeit auch eine Julia Perspektive?
Und der Schluss - mmh, den finde ich, offengestanden, etwas unbefriedigend. Mich würde diese Männrfreundschaft überzeugen, wenn Julia beiden Männern vorher übel mitgespielt hätte. Aber hier müssen doch beide zunächst mal sehr verzweifelt sein und Angst haben, dass ihr etwas zugestoßen ist. Und eigentlich muss doch jeder den anderen verantwortlich machen für das Unglück. Eine Basis für Freundschaft sehe ich da erstmal nicht. 
Und dass Julia "wie im Märchen" zurückkommt und es irgendwie mit beiden Männern versuchen möchte - damit ich dir das abnehme, müsstest du wirklich in Julias Kopf kriechen, und ihre Entwicklung/Wandlung plausibel zu machen. 
Aber vielleicht hast du auch schon vieles davon im Kopf und nur noch nicht in den 6000 Zeichen untergebracht?
Ich bin sehr gespannt, wie es mit deiner Idee weitergeht!
Viele Grüße!
Bettina
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Re: Julia & die Nelkenrevolution

Beitragvon Elke » So 23. Jun 2019, 11:41  


Hallo Achim,
 
es freut mich, dass du diese Idee nun auch in Buchform vollenden willst.
Die historischen Ereignisse dieser bewegten Zeit sind ein interessanter Lesestoff, aber leider stecken wir in einer Beziehung fest. ;-)
 
Okay, betrachten wir das Ganze einmal genauer:
 
Danach feiern sie zusammen und, damit da Silva sich auch Modern zeigt initiiert er einen „Partnertausch“ in seinem Haus. Da Silva dreht durch und schlägt alles kurz und klein, da er es nicht aushalten kann. Keiner hat ihm, der sich sonst immer cool gezeigt hat, …

 
Verstehe ich es richtig: da Silva schlägt die Sache vor, kann sie aber selbst nicht handeln?
Oder wolltest du „João“ schreiben?
 
… dass es vielleicht doch mit beiden zusammen geht. Obwohl die entstandene Freundschaft zwischen den Männern diese Möglichkeit vermuten lässt, bleibt das aber offen und der Phantasie des Lesers überlassen.

 
Ich denke, du machst es dir hier zu leicht.
Kennst du von John Irving „Gottes Werk und Teufels Beitrag“?
Da geht es auch um eine Dreiecksbeziehung, die im Laufe der Zeit nachreift.
Im Grunde auch dasselbe Thema: Die Figuren überwinden ihre tradierten Bindungen und akzeptieren, dass der andere gute Qualitäten besitzt und wenn man seine Frau wirklich liebt, dann muss man erkennen, dass sie beide Männer nötig hat. Irving hat ähnlich taktiert, aber die Sache dann auch so zu Ende gebracht, dass sie nicht in die Phantasie des Lesers mündet.
 
Ich dachte auch, deine Geschichte fängt doch eigentlich erst da an, wo du endest.
 
Du schreibst:

Die Geschichte soll sich vor der Nelkenrevolution in Portugal abspielen und zwischen den Figuren sollen die Themen der 60er und beginnenden 70er Jahre eine Rolle spielen: Musik: Doors, Led Zeppelin, John Mayall, Carly Simon etc. Eric Berne TA, A.S. Neill Summerhill, Woodstock, Vietnam , Watergate, Leary und LSD, Hippiezeit, die sexuelle Revolution, etc.

 
Mit welcher Handlung willst du das untermauern?
Ich sehe da nicht wirklich viel.
Ich würde an deiner Stelle noch einmal in mich gehen und mir eine Rahmenhandlung über die Party und über den Parisbesuch hinaus ausdenken. Die Nelkenrevolution, die dir am Herzen liegt, ist ja nur in einem Satz („Dann kommt die Nach der Revolution. Danach …“) über die Bühne gegangen. Du hattest doch sicher Größeres mit ihr geplant?
 
Die zentrale Frage:

In der beginnenden sexuellen Freiheit der 60er Jahre schafft es Julia ein neues Beziehungskonzept zu leben oder wird sie sich für einen der beiden entscheiden?

 
… ist vllt nicht deine Vision?
Interessiert dich wirklich Julia, möchte ich einmal ketzerisch fragen.
Oder hast du eine Message noch in der Hinterhand?
Vllt die, dass Polyamorie (schreibt man das so?) verlockend ist, aber nicht dieselbe Tiefe wie eine feste Zweierbindung hat. Womöglich werden die beiden Männer am Ende homosexuell und haben exakt die enge Bindung, die sie sich einzeln mit Julia nicht gegönnt haben?
Wäre das denkbar?
So oder anders. Du wirst es wissen.
Fütter noch ein bisschen Stoff auf.
Oder betreibe die „Stofflosigkeit“ als Stilmittel. Das ist zwar gefährlich, weil die Leser dir ohne roten Faden von der Stange gehen könnten, aber wenn man das geschickt angeht, spiegelt das auch die Zeit wider, über die du im Grunde berichten willst: das große Laisser-faire.
Oder?
 
Herzliche Grüße,
schickt dir Elke
 
 
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