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Rose_Plotting

Beitragvon Vivienne » Mo 17. Jun 2019, 19:51  

Diese Geschichte schwebt mir schon lange im Kopf herum. Sehr lange...ich habe versucht das Chaos zu ordnen und niederzuschreiben. 

Rose ist die Hauptperson. Es wird hauptsächlich aus ihrer Sicht beschrieben. Die Namen sind eher englisch auszusprechen. Es handelt sich um den Bereich Fantasy. Ich würde sagen im Bereich Urban-Fantasy, da das Setting im 16 Jhd. in Europa angesiedelt ist. 
Die Magie ist Bestandteil dieser Welt, allerdings nicht für jedes Wesen nutzbar und auch nicht inflationär nutzbar. Sie hat immer einen Preis. Ihr Einsatz kostet Kraft und Zeit. Es ist wie mit der Muskelmasse, sie allein entscheidet auch nicht über den Ausgang eines Kampfes. Im Laufe der Geschichte wird näher auf die Möglichkeiten und auch auf die Grenzen der Magie eingegangen.
Das Grundthema ist hier: Dass man sich jederzeit ändern kann und die Dinge hinterfragen soll. Manchmal braucht man dafür eben ein bisschen Hilfe von Außen.



1 Exposition:
Rose ist eine Dämonin. Sie sieht äußerlich aus wie ein 20-jähriger Mensch, nur dass sie über magische Fähigkeiten verfügt. Sie ist die Tochter von Namus, dem Herrscher über das Böse, und Marie, einer weißen Hexe von gutem Stand.
Dämonen, Schattenwesen und böse Hexen leben seit jeher unter den Sterblichen (Menschen, die nichts von diesem Kampf ahnen). Ihnen gegenüber steht die Macht des Lichts (gute Hexen, Magier, Priester). Beide Seiten tragen ihren Kampf auf unserer Welt aus und dass seit Ewigkeiten. Es geht um Macht, Einfluss, Ressourcen und Vergeltung für Dinge, die einst geschahen.
Rose wird den Leser in einen Teil dieser Welt einführen.
Es ist das 16. Jahrhundert. Rose sitzt, entmachtet durch ihren Vater, in einem Kerker der Menschen. Sie wartet auf ihre Hinrichtung. Sie wurde als Hexe angeklagt. De’Umus, ihr Mentor und engster Vertrauter, besucht sie. Es wird deutlich, dass er mehr für sie empfindet.
 
2
Der Leser erfährt die Geschichte in einer Rückblende.
Einige Wochen zuvor wohnt Rose einer peinlichen Befragung bei, die De’Umus durchführt. Es gilt ein kleines Mädchen zu finden, dass von einer Menschenfamilie versteckt wird. Dieses Mädchen gilt als Hoffnungs- und Friedensbringer und würde der Schattenseite einen herben Schlag verpassen, würde dieses Kind am Leben bleiben.
Der Aufenthaltsort wird genannt. Rose, De’Umus erscheinen am genannten Ort, doch das Haus ist leer. Rose ist außer sich. Auch ihr Vater ist über die Nachricht nicht erfreut. Rose Mutter, Marie, ist anwesend und Namus lässt seine Wut an ihr aus. Rose stellt sich schützend vor sie und begleitet, die ohnehin von Kummer geplagte Marie, hinaus.
Marie und Rose unterhalten sich und hier wird deutlich, wie eng ihre Bindung zueinander ist.
De’Umus beobachtet dies mit Argwohn und berichtet dies Namus. Dieser befielt De’Umus Marie zu töten. Es soll wie eine Krankheit aussehen. In seinen Augen hat sie zu viel Einfluss auf die gemeinsame Tochter.
Als Marie stirbt, hält Rose ihre Hand. Kurz vor ihrem Tod gibt sie ihrer Tochter ein Geschenk: Die Gabe der Empathie. Rose ist nun in der Lage die Gefühle der humanoiden Lebewesen um sich herum zu spüren, als wären es ihre eigenen.
 
3.
Rose spürt nun Angst, Sorge, Freude und Schmerz, aber auch die Kälte, die von ihrem Vater ausgeht. Sie ist verwirrt und überfordert, da sie all das nicht kennt oder bisher sehr gut ausgeblendet hat. Noch nie hat sie Leid empfunden. Sie kann die Gefühle zunächst nicht differenzieren. Sie vertraut sich De’Umus an, da dieser über die Gabe verfügt in den Seelen anderer zu lesen, aber er selbst fühlt nicht mit anderen mit. Er beschließt Rose im Auge zu behalten.
 
In der Zwischenzeit konnte die Menschenfamilie ausfindig gemacht werden. Rose, Namus und De’umus sowie ein paar weitere aus Namus Gefolge gelangen zu einer alten Mühle. Sie finden die Großeltern, Eltern und zwei Kinder, aber der älteste Sohn sowie das kleine Mädchen fehlen. Rose werden all die Emotionen zu viel und sie betritt den Stall, wo sie durch ihre Empathiefähigkeit geleitet, den Sohn (Tristan) und das kleine Mädchen findet. Sie verheimlicht dies. Das Mädchen hat in ihr etwas ausgelöst, dass sie nicht mit Worten beschreiben kann: Hoffnung, Wärme…Dinge, die ihr die Trauer um ihre Mutter nehmen.
De’Umus wird misstrauisch. Seine Sorge verstärkt sich.
 
 
 
4. Klimax
De’Umus will Rose zur Rede stellen. Sie spürt, dass er etwas verheimlicht und fühlt sein schlechtes Gewissen. Sie hakt nach und erfährt, dass er ihre Mutter auf Namus Befehl getötet hat. Rose ist wütend.
In der Nacht beschließt Rose Tristan und das Mädchen zu suchen. Sie möchte verstehen, warum diese Familie bereit ist, sich für ein fremdes Kind zu opfern. Außerdem sehnt sie sich nach diesem beruhigenden Gefühl von Hoffnung und Zuversicht.
Tristan und Rose treffen aufeinander. Er erklärt ihr seine Beweggründe.
De’Umus stößt hinzu. Er sucht nach entschuldigenden Worten, doch Rose hört ihm nicht zu. Sie greift ihn an. Das kleine Mädchen greift mit ihrer Gabe ein und zwingt die Beiden zu ehrlichen Aussprache.
Namus ist das alles nicht entgangen. Er ist ihnen gefolgt. Für ihn sind beide Verräter. Er greift De’Umus an. Rose zaubert ihn mit einem Spruch fort. Die Wut ihres Vaters konzentriert sich nun vollends auf sie. Sie nutzt seinen Zorn, um ihre eigenen magischen Kräfte verstärkt gegen ihn zu verwenden. Sie schleudert mehrere Feuerbälle auf ihn. Namus entzieht ihr mit einem magischen Gegenstand ihre Magie. Sie ist nun sterblich.
 
De’Umus wurde nicht weit weg gebracht durch Rose‘ Zauber und so er nutzt seine Teleportationsfähigkeiten, um Tristan und das Mädchen in Sicherheit zu bringen. Er bringt sie zu einem neutralen Tempel, in dem auch er nun Schutz sucht. Denn gegen das personifizierte Böse kann er nicht gewinnen. Er lässt sich zum Wächter weihen und darf nun nicht mehr in den Kampf zwischen Gut und Böse eingreifen. Er hat nun größere Aufgaben. Das Mädchen und Tristan werden in die Hände einer kinderlosen Familie übergeben, die sich um sie kümmern werden.
 
 
5. Auflösung /Ende
Rose wird von ihrem Vater einem weltlichen Gericht übergeben. Sie soll als das sterben, was sie am meisten verachtete: Als sterblicher Mensch. De’Umus sieht wie sie stolz auf den Scheiterhaufen tritt. Er weiß, dass Namus anwesend ist.
De’Umus sieht Rose Seele frei zum Himmel schweben. Er weiß, dass er sie wieder sehen wird.
 
Im Mai 1991 betritt er das Haus seines besten Freundes. Nur Meghan, seine Dienerin, ist anwesend. Sie hält ihr Neugeborenes im Arm. Ein kleines Mädchen.
De‘Umus spürt die alte Seele in dem Kind. Er formt aus Magie eine leuchtende Rose und übergibt sie dem Kind, als Geschenk. Er wird auf sie achten, so gut er kann.
Zuletzt geändert von Vivienne am Di 18. Jun 2019, 20:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Bettina » Mo 17. Jun 2019, 22:54  

Liebe Vivienne!
Ich muss gestehen, dass Fantasy nicht mein Ding ist. Meistens verstehe ich die Geschichten nicht richtig. Die Welten dort haben Regeln die mir fremd sind.
Bei deiner Geschichte konnte ich andocken, als Rose von ihrer Mutter die Gabe der Empathie erhält.  So ein Wesen, dem Kummer und Mitgefühl fremd sind, dabei zu begleiten, wie es all das kennenlernt, das finde ich sehr spannend. Das würde ich sehr gerne lesen.
Beim Klimax fällt es mir schwer, dir, bez. der Geschichte zu folgen -  Feuerbälle, Zauberei, Teleportation und die verschiedensten Arten von Magie lösen letztlich alles irgendwie auf. Das finde ich etwas enttäuschend. Da kommt es darauf an, wer den stärksten Zauber gegen wen als erster einsetzt. Für den Leser kommen plötzlich alle möglichen unberechenbaren Faktoren ins Spiel, die er vorher noch nicht kannte - und die führen zu einem wie auch immer gearteten Ende. 
Könnte das nicht etwas klarer zu Ende gehen?
Aber vielleicht ist das nur eine profane Sicht der Fantasy-Laien...
Ich werde das weiter verfolgen und bin gespannt auf die Kommentare der Fachleute dieses Genres - davon gibt es hier ja einige.
 Liebe Grüße!
Bettina
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon barbara » Di 18. Jun 2019, 07:39  

Liebe Vivienne,


ja, wie Bettina schon schreibt, ist es nicht einfach, in einer etwas längeren Inhaltsangabe die Regeln einer magischen Welt zu erklären. Diese wirst du sicherlich immer mal wieder irgendwo einfließen lassen müssen, damit die Leser klarkommen (vielleicht nicht geballt am Anfang?). Aber ehrlich gesagt, greifen auch nur Fantasyfans zu diesen Büchern und sind bereit und gewohnt, vielleicht sogar gespannt, sich auf die neuen Regeln einzulassen.


Ich finde es besonders gut, dass du dir schon Gedanken zur Zeitgestaltung gemacht hast: Du beginnst mit einem Cliffhanger, dann kommt der große Rückblick, dann wird der Cliffhanger aufgelöst und im Prolog relativierst du dein trauriges Ende und lässt alles Weitere offen. Das ist gut durchdacht. Hast du Überlegungen dazu angestellt, im Rückblick zwischendurch zur Hinrichtung zurück zu kehren? Es würde unruhiger werden, aber die Leser würden hin und wieder an den Cliffhanger erinnert werden. Mir geht es oft so, dass ich so sehr im Rückblick hänge, dass ich vergesse "dass da am Anfang noch was war".


Mir gefällt dein Plot sehr gut, allerdings habe ich Probleme mit diesem Umurtypen. Erst ist er in sie verliebt, dann handelt er auf Befehl des Vaters und verfolgt sie und am Ende wechselt er zu den Guten. Ich bin sicher, du hast ein klares Bild von ihm im Kopf: Uns Lesern müsstest du gut vermitteln, welcher Art sein Zwiespalt ist und warum er so zwischen den Seiten hin- und her wechselt und was letztendlich zu seinem Sinneswandel führt. Bist du schon so weit, dass du dich für eine Erzählperspektive entschieden hast? Bleibst du in der Innensicht der Protagonistin? Dann müsstest du das, was ich gerade gefragt habe, durch Dialoge und Handlungen ausdrücken, was eine große Herausforderung wird - die du aber sicherlich meistern wirst.


Liebe Grüße


barbara
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon AnnWolf » Di 18. Jun 2019, 09:14  



Hallo Vivienne,


mit Spannung lese ich deinen Plott.
Ich schreibe dir einfach alles was mir dazu einfällt.
Fantasy, super! Rose, der Name gefällt mir. 16.Jahrhundert… und ich muss an Hexen denken. Die Exposition löst sofort eine düster Grundstimmung aus, was ich auch sehr mag. Bis hier kommt mir auch alles sehr stimmig vor.
Im zweiten Akt werden bei mir folgende Fragen aufgeworfen:
-Wieso haben Marie und Namus überhaupt ein Kind bekommen?
- Wieso genau will er sie tot sehen?
-Wäre es nicht sinnig, wenn Rose dieses Mädchen wäre, das als Tochter von Licht und Schattenträger zwischen den Fronten steht?
Den dritten Teil, finde ich sehr schön beschrieben. Ich mag ihre Gabe sehr und bin gespannt darauf wie Du beschreibst wie sie in einzelnen Situationen reagiert.
Hier muss natürlich noch ein wenig mehr passieren, vielleicht eine lange Reise zu der Mühle mit einigen Bedrohungen?
Dann der Klimax, ich weiß nicht aber ich steh ja auf eine Liebesgeschichte am Rande… Möchtest du überhaupt Änderungsvorschläge? Dann würde ich Dich fragen: kann sie sich nicht in Tristan (könnte ja etwas älter sein) verlieben und sie und das Mädchen sind miteinander auf irgendeiner Ebene verbunden, weswegen sie sich ihr so angezogen fühlt o.ä.? Ihr Vater könnte in eine Art Verbannung von ihr und DeÚmus gebracht werden, die sich irgendwann aber wieder lösen wird- Epilog?
Namus ist mir zu ungreifbar. Möchtest Du ihn schlicht als „das Böse“ darstellen?
Die Entwicklung von DeÚmus gefällt mir.
5. Das Ende finde ich soweit schlüssig, obwohl mir jetzt natürlich besser gefallen würde, wenn Tristan Rose mit DeÚmus Hilfe rettet. Vielleicht als andere Person verwandelt, die an der Rose zu erkennen ist, die sie trägt? Tristan könnte sie nun „Fleur“ nennen;-)
 
Ich bin sehr gespannt, wie es bei Dir weiter geht.
Liebe Grüße Anne
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Gretchen » Di 18. Jun 2019, 19:37  

Liebe Vivienne,
ich finde Fantasy total Klasse. Allerdings bin ich mehr der Low-Fantasy Typ. 
Dennoch weiß ich, wie schwer es ist, in einer kurzen Zusammenfassung die komplexe Fantasywelt und deren Konflikte dazustellen. Eigentlich fast unmöglich.
So ein Roman lebt vor allem vom Anfang. Der Leser muss auf den erste Seiten gleich mitgenommen werden in diese neue Welt, ohne überladen zu werden,damit er nicht das Buch nach einigen Seiten frustriert aus der Hand legt. Das ist das, was ich dir vielleicht mit auf den Weg geben kann. Ansonsten bin ich auf deine ersten Seiten gespannt. lg Gretchen
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Vivienne » Di 18. Jun 2019, 20:45  

Danke für die vielen Antworten. Wie ihr seht, habe ich bereits eine Änderung vorgenommen. Ich mache mir schon heftige Gedanken über das Magiesystem...{#emotions_dlg.feder}Bettina hat da was ganz Wichtiges angesprochen.

Ich finde es so beeindruckend, wie ihr alle so vor Vorschlägen und Ideen sprudelt :) Danke erstmal dafür. 

@Anne:
Ursprünglich gab es eine Liebesgeschichte zwischen Tristan und Rose. Das Böse liebt nicht bzw. es liebt anders und sie will ihn bis zum Ende schützen. Als ich aber den Plot erstellt habe, ist mir aufgefallen, dass ich das arg konstruiert finde.  Liebe auf den ersten Blick war mir irgendwie dann doch zu viel und ich hätte nicht gewusst, wie ich das passend zurecht biege. Ich wollte zudem lieber eine Geschichte mit weniger Romantik. Irgendwie passte das nicht mehr so ganz. 
Wieso Namus und Marie ein Kind bekamen: Das werde ich detaillierter in der Geschichte erklären. Marie stammt aus einer einflussreichen Kaufmanns Familie und Namus hätte gerne mehr Einfluss in der Welt der Menschen. 

Rose Geschichte ist nur ein Teil einer ganz großen Geschichte.Letztendlich ist sie am Ende frei.  So wie Romeo und Julia. Sie sind im Tod endlich vereint. 

Namus möchte ich gerne weiter ausarbeiten. Ich möchte nicht, dass er einfach als Böse dargestellt wird. Ja, er ist böse und schlecht, aber auch er soll seine Beweggründe haben und seine Intention. Das ist mir wichtig. 
Generell gilt das für alle Charaktere. Sie sollen nicht platt sein, sondern nachvollziehbar handeln. 

Ich glaube, es wird auch keine klassische Liebesgeschichte am Rande zwischen De'Umus und Rose. Er ist ihr Mentor und Lehrer. Ich dachte da eher daran, dass er sie so liebt wie sein eigenes Kind oder man seine Schwester liebt. Ich bin mir da noch nicht so schlüssig. Muss denn immer eine Liebesgeschichte vorkommen? ;)

@barbara:
Eine interessante Idee, immer mal wieder in den Kerker zurückzukehren oder zumindest in die Gegenwart. Man könnte De'Umus dabei zeigen, wie er versucht sie frei zu kaufen. Darüber muss ich nachdenken. Ich möchte nicht zu viele Schauplätze haben. 

@Gretchen:
Das erste Kapitel ist glaube ich auch irgendwie das schwierigste.

Zuletzt geändert von Vivienne am Fr 21. Jun 2019, 05:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Katharina » Di 18. Jun 2019, 22:07  

Liebe Vivienne,


Ich muss gestehen, dass mich die mittelalterliche Szenerie nicht besonders reizt (ist was ganz persönliches und daher überhaupt nicht persönlich gemeint und ist auch nicht schlimm, da ich für deine Zielgruppe eh zu alt bin Winken). Aber es stimmt schon: In dieses Zeitalter passen Magie, Hexen und Dämonen natürlich super rein. 


Besonders stark finde ich deine Protagonistin, in deren Gefühlswelt du sehr tief eintauchst und deren Empfindungen du gut aufspürst und passend wiedergibst.


Ich könnte gar keine spezifischen Schwächen benennen, da ich glaube, noch zu wenig über deine Geschichte zu wissen, da die Welt die du da erdacht hast zu vielschichtig für 6000 Zeichen ist ;)




Hier einfach ein paar Gedanken/Fragen:


Den sehr langen geplanten Erzählteil in Rückblende finde ich schwierig. Wie willst du das gestalten, dass nicht die ganze Zeit ÜBER die rückgeblendete Situation berichtet wird, was sich dann eben auch sehr bericht-mäßig anhören würde.
Ich habe gerade eine spontane Idee: In ganz vielen Romanen gibt es ja einen Epilog – nur eins, zwei Seiten, in denen sie kurz sagt, wo sie gerade ist (im Kerker) und dass sie weiß, dass sie gleich sterben wird. Aber dass sie es nicht bereut, was sie getan hat. Mit ganz vielen Anspielungen und Hinweisen, die in mir Spannung wecken, sodass ich unbedingt wissen will, was da wohl los war. Irgendwie so.
Und dann beginnt deine eigentliche Geschichte, ohne Rückblende. Ich als LeserIn weiß dann zwar, dass sie am Ende im Kerker landet aber will unbedingt das WIE erfahren. Damit sparst du dir komplizierte Erzählstränge.
(Ich überlege gerade: Gab es diese Art von Epilog nicht auch in den Twilight Büchern? Das mit dem Löwen und dem Lamm? Oder verwechsle ich da was? Sebastian Fitzek hat es auch mal gemacht, glaube ich. Ich suche gern mal nach, falls du ein Besipiel willst und ich mich unklar ausgedrückt habe{#emotions_dlg.puzzled} – gib einfach bescheid)


DeUmus ist in Rose verliebt, tötet aber dennoch ihre Mutter? Das müsstest du gut erklären. Und irgendwo schreibst du, dass er keine Emotionen verspüren kann? Irgendwie scheint mir das noch nicht rund zu sein.


Rose wird „nur“ wütend, als sie erfährt, dass DeUmus ihre Mutter tötete? Ich stelle mir vor, dass sie von Hass erfüllt ist und nach Rache dürstet. Auf jeden Fall erwarte ich eine stärkere Reaktion als wegzurennen.


Ich fänd eine Liebesgeschichte mit Tristan und/oder DeUmus sehr reizvoll (und deine Zielgruppe erwartet das wohl auch). Eine Verwicklung mit DeUmus hätte natürlich großartiges Konfliktpotential – sie verlieben sich, fangen etwas miteinander an und dann – erfährt sie, dass er ihre Mutter tötete; das wäre schon spannend...




Ich glaube, ich muss einfach noch mehr über deine Welt erfahren, um die Geschichte in Gänze zu verstehen. Ich bin sehr gespannt darauf,


LG,


Katharina

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Re: Rose_Plotting

Beitragvon strava » Mi 19. Jun 2019, 17:35  


Hallo Vivienne,

na das ist mal aus dem Vollen der Fantasywelt geschöpft - du fährst mit allem auf was Fantasy so hergibt: Dämonen, Hexen, Böses, Gutes, Macht usw. Sehr schön! Der Leser der Fantasy mag (meine Tochter liebt Fantasy) wird sich sofort Zuhause fühlen! Ich mag es ab und zu auch, sodass ich mich abgeholt fühle :) 

Toll finde ich die Magie-Analogie, dass magische Kräfte nur begrenzt vorhanden sind. Das würde ich öfters auch in dem Roman einbringen, damit der Leser sich an diesen Umstand gewöhnt. Es wird ganz wichtig sein, die Gesetze und Regeln deiner Magiewelt dem Leser klar zu machen - sonst fühlt er sich ein wenig verloren.

Unklar war mir wie so ein Bösewicht wie Namus eine liebe Hexe wie Marie gewinnen kann. Vielleicht kannst du das in deinem Roman auch noch etwas beschreiben, weil ja sonst ein Widerspruch da ist. OK, schon klar, Mädchen stehen oft auf bad guys aber Namus ist ja richtig bad bad bad, da Herrscher über das Böse. Und wenn ständig das Gute gegen das Böse kämpft - wie lässt sich diese Partnerschaft miteinander vereinbaren? Noch dazu als Herrscher über das Böse? Das müsste doch zur Befriedung aller Parteien führen?
Wie auch Bettina geschrieben hat, so ist mir De’Umus unklar. Er tötet er ihre Mutter, ist also der Böse, dann hilft er dem Mädchen, das er eigentlich ausschalten sollte und dann ist er empathisch ganz für Rose da und liebt sie. Ich würde empfehlen diese Figur ein wenig klarer auszugestalten.

Das Ende erinnert mich stark an das Arielle Märchen (Die Meerjungfrau von Andersen, nicht von Disney ;) ) wie da ihre Seele zum Himmel steigt. Spricht mich als männlichen Romantiker durchaus an.

Ich finde den Plot sehr gut und es wird die Exzellenz deines Romans bestimmen wie gut du es schaffst Leben in deine Figuren einzuhauchen. Da du aber für deine Charaktere brennst - das merkt man richtig - wird dir das auch gelingen.
Du schreibst, dass die Namen englisch auszusprechen sind. Das kannst du vom Leser natürlich nicht erwarten. Manche werden es englisch ausgesprochen denken, manche werden halt Roooo-se denken. Ist halt so :)
Freue mich schon auf weitere Details!

Viele Grüße
Jiri
strava
 
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Elke » Fr 21. Jun 2019, 12:15  


Hallo Vivienne,
 
mit Fantasy hat man meist eine Zielgruppe vor Augen, die größer ist als man denkt.
Ich kenne viele junge Mädchen, die sich gerne dem Zauber von Zauberern, Dämonen, Finsterwäld’lern und schwarzer wie auch weißer Magie hingeben. Die Strickmuster sind oft dieselben, es gibt ein Gut, es gibt ein Böse, die zu Beginn ebenbürtig sind, aber gleichsam an Kräften zulegen und … ist es nicht so, dass zum Schluss die Guten immer siegen?
Ja, man will die Leser für ihre Mühen, sich mit der Story befasst zu haben, positiv entlohnen. Sie sollen das Buch zuklappen, mit einem Grinsen im Gesicht, und es gleich der besten Freundin weiter empfehlen. So der Plan.
 
An den Figuren musst du sicher noch feilen, aber das Thema kommt ja auch noch.
Hier hilft vllt. erst einmal, das Schwarz-Weiß-Denken abzumildern: was macht auch den Bösen ein bisschen liebenswert, wo ist seine verwundbarste Stelle, etc.
 
Okay. Fangen wir oben an:
 
Der Leser erfährt die Geschichte in einer Rückblende.
Einige Wochen zuvor wohnt Rose einer peinlichen Befragung bei, die De’Umus durchführt. Es gilt ein kleines Mädchen zu finden, dass von einer Menschenfamilie versteckt wird. Dieses Mädchen gilt als Hoffnungs- und Friedensbringer und würde der Schattenseite einen herben Schlag verpassen, würde dieses Kind am Leben bleiben.

 
Warum Rückblende?
Lass die Story doch genau hier beginnen.
Oder baust du auf die Spannung, die Leser im Ungewissen zu lassen, ob sie als Hexe am End verbrannt wird? Man muss eine Rückblende nicht als Rückblende kennzeichnen, man kann sich auch erlauben, asynchron zu erzählen und die Leser müssen selbst heraus finden, dass das die Vorvergangenheit ist.
 
Rose ist nun in der Lage die Gefühle der humanoiden Lebewesen um sich herum zu spüren, als wären es ihre eigenen.

 
Hier habe ich eine Rückfrage: Es klingt, als wäre das Erspüren der Gefühle von großer Wichtigkeit?
Warum?
 
Sie vertraut sich De’Umus an, da dieser über die Gabe verfügt in den Seelen anderer zu lesen, aber er selbst fühlt nicht mit anderen mit.

 
Er ist aber auch der Mörder ihrer Mutter?
Spielst du mit dem Leservorsprung absichtlich = die Leser wissen, dass er eigentlich kein Guter ist, aber Rose vertraut sich ihm an. Dadurch denken die Leser: Tu es besser nicht. Ist das so hier zu verstehen?
 
… warum diese Familie bereit ist, sich für ein fremdes Kind zu opfern. Außerdem sehnt sie sich nach diesem beruhigenden Gefühl von Hoffnung und Zuversicht.
Tristan und Rose treffen aufeinander. Er erklärt ihr seine Beweggründe.

 
Ein bisschen – aus dramaturgischer Sicht, ist hier auch die Luft raus, wie ich meine.
Die Kinder sind gefunden, sogar der Mörder ihrer Mutter ist gestellt.
Die Spannungskurve liegt am Boden. Also stellt sich die Frage, ob du vllt zu schnell aus der Misere heraus geführt hast, oder ob du ggf. noch einen weiteren Handlungsstrang unterschiebst, der dann an dieser Stelle die Lesespannung hochschnellen lässt.
 
Das kleine Mädchen greift mit ihrer Gabe ein und zwingt die Beiden zu ehrlichen Aussprache.

 
Welche Gabe?
 
Er hat nun größere Aufgaben. Das Mädchen und Tristan werden in die Hände einer kinderlosen Familie übergeben, die sich um sie kümmern werden.

 
Welche Aufgaben?
Kannst du auch hier der Spannung mehr zutragen?
Konflikt?
 
Rose wird von ihrem Vater einem weltlichen Gericht übergeben. Sie soll als das sterben, was sie am meisten verachtete: Als sterblicher Mensch.

 
Wie?
Das war doch weiter oben schon klargestellt:
 
Namus entzieht ihr mit einem magischen Gegenstand ihre Magie. Sie ist nun sterblich.

 
Mach doch mal bitte eine Skizze für jede Figur: Beschreibe in einem Satz die jeweilige Ausgangslage der Figur und am Ende deren Transformation. Vllt. setzt du noch zwei Ereignisse dazwischen, die sie verändert haben.
 
Im Mai 1991 betritt er das Haus seines besten Freundes. Nur Meghan, seine Dienerin, ist anwesend. Sie hält ihr Neugeborenes im Arm. Ein kleines Mädchen.
De‘Umus spürt die alte Seele in dem Kind. Er formt aus Magie eine leuchtende Rose und übergibt sie dem Kind, als Geschenk. Er wird auf sie achten, so gut er kann.

 
Wow. Diese Reinkarnationsidee zum Schluss gefällt mir richtig gut.
Ich hätte mir mehr von dem Zauber gewünscht. Das ist hier, vllt auch der Zeichenzahl geschuldet, zu kurz gekommen. Aus Lesersicht haben die Fantasy-Wesen etwas, das die Leser selbst nicht haben. Das macht es spannend. Nur ist hier oft nur von böser Energie die Rede. Von Machtmissbrauch. Ich würde Rose noch etwas Magie zuführen wollen, die sie selbst als positiv empfindet. Dann hat man mehr in der Waagschale liegen wenn sie später mal auf alle Magie verzichten soll.
 
Hexenverbrennung – auch ein Thema, das Spannung per se garantiert. Sehr clever ausgedacht. :applause:
 
Soweit meine Gedanken bis hierher.
Herzliche Grüße,
schickt Elke
 
 
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Re: Rose_Plotting

Beitragvon Trigger » Sa 22. Jun 2019, 22:15  

Hallo Vivienne,
ich wollte mich auch noch kurz blicken lassen, obwohl Elke ja bereits da war. Also dein Plot hat mir gut gefallen. Da ist Action drin, es passiert unvorhergesehenes und magische Wesen sind auch dabei, toll. auch der Aufbau ist für mich logisch und nachvollziehbar. Klar sind ein paar Fragen offen, aber ich denke, das ist auch schwer bei diesem Genre alles in 6000 Zeichen zu erklären. Ein bisschen, wie diese Vampir-Serien, aber für mich mit neuen Elementen und das ist gut.
Das einzige was ich vielleicht noch anmerken darf - nach Elkes Rezension. Ich war verwundert, dass der eigene Vater der Antagonist ist- da musste ich dann übrigens zwei Mal lesen. Ich  wollte dann natürlich wissen, wie es zu der Heirat ihrer Mutter (gut) und dem Vater (böse) kam? Gab es schon einen Versuch die Seiten zu befrieden? Was ist zwischen Vater und Mutter passiert? Vielleicht wäre es auch so, dass der Vater hin und her gerissen ist ihr zu helfen und sie doch zu jagen und zu töten. Ein herrlicher innerer Konflikt des Antagonisten. 

Nun ja, da habe ich mich erwischt, wie ich doch wieder loslege. Auf jeden Fall vielversprechend deine Romanidee.{#emotions_dlg.smiltop}
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